Neun wirksame Grundlagen
Beginnen Sie bei den Konten, Geräten und Daten, die für den täglichen Betrieb besonders wichtig sind:
- Mehr-Faktor-Authentifizierung für E-Mail, Cloud-Dienste und Administrationskonten einschalten.
- Einzigartige, starke Passwörter nutzen und sie sicher verwalten.
- Betriebssysteme, Anwendungen und Geräte zeitnah aktualisieren.
- Zugriffsrechte auf das Notwendige beschränken und nicht mehr benötigte Konten deaktivieren.
- Unerwartete Zahlungsaufforderungen und Änderungen von Bankverbindungen über einen zweiten Weg bestätigen.
- Mitarbeitenden zeigen, wie sie verdächtige E-Mails und ungewöhnliche Anfragen melden.
- Fernzugänge und gemeinsam genutzte Konten regelmäßig prüfen und zusätzlich absichern.
- Wichtige Daten getrennt sichern und eine Wiederherstellung regelmäßig testen.
- Festlegen, wer im Verdachtsfall entscheidet, wen das Team informiert und welche Systeme isoliert werden dürfen.
Backups sind nur dann hilfreich, wenn sie funktionieren
Eine Sicherung schützt nicht automatisch vor Datenverlust. Bewahren Sie Backups so auf, dass sie nicht einfach über dieselben Benutzerkonten wie die Arbeitsdaten verändert oder gelöscht werden können.
Testen Sie die Wiederherstellung wichtiger Dateien und dokumentieren Sie, wer dafür zuständig ist. So lässt sich im Ernstfall besser einschätzen, welche Daten verfügbar sind und wie der Betrieb weitergehen kann.
Was bei einem Verdacht zu tun ist
Melden Sie Auffälligkeiten möglichst früh an die zuständige IT-Ansprechperson. Ein betroffenes Gerät kann – wenn es gefahrlos möglich und intern vorgesehen ist – vom Netzwerk getrennt werden. Löschen Sie keine Dateien und setzen Sie betroffene Geräte nicht eigenständig zurück, bevor wichtige Informationen für die Untersuchung gesichert sind.
Verwenden Sie für dringende Passwortänderungen möglichst ein anderes, bekannt sauberes Gerät und folgen Sie dem vorbereiteten Notfallplan. Eine schnelle, geordnete Reaktion hilft, den Überblick zu behalten und die nächsten Schritte abzustimmen.
Sicherheit als laufende Aufgabe
Technik allein reicht nicht: Zuständigkeiten, klare Meldewege und kurze, regelmäßige Erinnerungen gehören ebenso dazu. Prüfen Sie die wichtigsten Konten und Wiederherstellungswege auch dann, wenn gerade kein Vorfall bekannt ist.
Wenn Sie unsicher sind, welche Maßnahme für Ihren Betrieb zuerst sinnvoll ist, beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme der wichtigsten Systeme, Konten und Daten.
